Gebundenes Hardcover, coloriert und illustriert: "DER VIROLOGISCHE MAGNET"

Freitag, 17. April 2015

Wir zählen Punkte, keine Leben!

Der Newstag begann mit einer so lustigen wie egalen Randnotiz: Der HSV wird - zumindest in den nächsten 15 Minuten - von Bruno Labbadia trainiert werden. Dann kam die traurige Nachricht, dass Klaus Bednarz, einer der wirklich großen und großherzigen Journalisten gestorben ist. Die Stimmung kippte sogleich ins Minus.

Dann aber die Nachricht, die beinahe alle Titel, Newsbreaks und Schlagzeilen an diesem Tag beherrschen sollte: Jürgen Klopp bittet vorzeitig um Vertragsauflösung bei Borussia Dortmund! Argh! Das sitzt. Ich - als BVB-Fan - werde sogar von Schalkern bedauert und beinahe alle um mich herum, sehen sich entweder die Pressekonferenz an oder googlen ein paar Hintergründe, um hier mitreden zu können. Aktienkurse fallen, man lechzt nach einem postnachrichtlichen Brennpunkt.

Ich gestehe, ich habe einen Klopp - pardon - eine Klopps im Hals, denn ... aber alles was nun kommen könnte, ist scheißegaler Fanpathos. Denn parallel zu diesem Sportereignis findet im Mittelmeer ein weiteres Drama statt. Ein wirkliches Drama. Eines, das heute mindestens 400 Menschen das Leben kostet. Das Leben! Sie sterben. Ein von Libyen aus gestartetes Boot kentert und namenlose, wie ungezählte Flüchtlinge ertrinken in dem Meer, das uns Jahr für Jahr zum Sommerurlaub die schönsten Strände offeriert.

Und was tun unsere von uns boulevardisierten Medien - leider auch jene, von mir in der Tat als den Qualitätsjournalismus aufrecht erhaltend angesehenen Zeitungen, Sender, Stationen - an diesem Tag? Sie berichten von Jürgen Klopps - absolut ehrhafter - Entscheidung. Und von beschissen egalen Aktienkursen. Und warum tun sie das? Weil wir, wir, wir, weil wir alle darüber lesen, sinnieren, weinen und schimpfen möchten. Weil wir nichts davon wissen wollen, auf wessen Kosten wir leben, wie andere Menschen (ja, Menschen) leben müssen auf dieser Welt. Wie Menschen verrecken, nur weil sie nicht leben und sterben wollen, wie man halt so stirbt als Mensch jenseits unserer Möglichkeiten in Europa.

Schuld trägt hier natürlich nicht Jürgen Klopp, Schuld trägt hier kein Journalist, Schuld trägt hier kein Sender, kein Medium. Schuld trägt hier nicht einmal das eitrige Furunkel der Journalistengosse, die BILD. Die Schuld tragen wir! Die Masse, die Mehrheit der Leser, Zuhörer, Zuseher und Surfer! Wir alle - immer in der Masse gesehen - wollen es so! Wir wollen genau das sehen, was man uns hier präsentiert. Wir wollen ja scheinbar sogar das Dschungelcamp, Newtopia und Retortenmusik. Es ist nicht mehr und nicht weniger als Angebot und Nachfrage! Und wir, wir - verdammt noch mal - WIR sind der Markt, wir bestimmen, was uns vorgesetzt wird.

Und offensichtlich sind wir ein reicher, tumber, ungebildeter, rassistischer, nationalistischer, sexistischer, egozentrierter Markt. Wir sind der Mob. Wir sind Klatschvieh. Wir sind eine Klickrate. Wollen wir das wirklich sein?

Meint Ihr nicht auch, langsam, so ganz, ganz langsam reicht es mal mit Oberflächlichkeit? Habt Ihr nicht auch so ganz langsam das Gefühl, dass es an der Zeit ist, die Krallen auszufahren und die eigene Marktmacht einzusetzen?

Meint Ihr nicht auch, es reicht?


Donnerstag, 16. April 2015

Eine Wahrheit

Jemand den ich mal zu kennen die Ehre hatte, sagte mir, wir müssten heute für unsere Erinnerungen von morgen sorgen, sonst hätten wir nichts zu erzählen.

Er hatte uneingeschränkt Recht.


Samstag, 11. April 2015

Ich glaube, wir sind jetzt unsterblich

Ich schrob hier bereits vor vier Jahren, genau am 26. März 2011, zu Zeiten der Veröffentlichung der "Laut/Leise"-EP "DAMOCLES" über meine wunderbare Kapelle PORTER. Damals bezeichnete ich mich als positiv besessen und war überglücklich, dass ich ein Teil dieses seltsamen Gebildes sein durfte.

Heute, im April 2015, ist es an der Zeit, die Vergegenwärtigung dieses Glück einmal mehr aufzufrischen. Auch Revuen müssen passiert werden wie Tomaten. Nachdem wir 2012 ein äußerst erfolgreiches Crowdfunding hingelegt hatten, waren wir 2013 in der Lage, nach über 10 Jahren des Bestehens dieses Aggregatzustandes namens PORTER, also 4 veröffentlichter EPs, unzähliger Konzerte und tausender absolut geiler Momente endlich unser erstes vollwertiges Album "WOLKENSTEIN" aufzunehmen.



Allesamt musikalisch auch vor PORTER nicht unbeleckt und durchaus - ich zitiere Danny Glover alias Roger Murthaugh in Letheal Weapon - "schon zu alt für diesen Scheiß",  starteten wir mit "WOLKENSTEIN" so eine Art zweiten Frühling. Der Elan war zurück, den Arsch hoch zu kriegen, die Ideen für geile Songs flogen uns plötzlich wieder sogar unter Zeitdruck zu und mit dem Umzug in unser ehemaliges Stammstudio als ständigen Proberaum machten wir einen verdammt wichtigen Schritt hin zu einer lebenswerten, gemütlichen und kreativen Homebase im Herzen des Dortmunder Nordens.

Alles war schön, alles war gut. Dann, kurz nach einem Akustik-Gig im April 2014, traf uns ein sehr persönliches Ereignis wie aus heiterem Himmel und schoss uns erst einmal aus allen Umlaufbahnen, alles was war, alles was wir hatten war plötzlich egal, alles was wir als wichtig empfanden, war genau das aus gutem Grund eben nicht mehr.

Wir haben auf unseren CDs immer schon den Verweis gehabt, dass PORTER Christian Schwarz, Lars Daum, Frank Stewen, Volker Fabiunke und Markus G. Sänger sind, waren und immer sein werden. Und auch ohne dass wir diese berühmten fünf Band-Freunde sind, ist es doch immer klar gewesen, dass diese Band in dem Moment aufhören würde zu existieren, da einer von uns - egal wer - nicht mehr dabei ist. Da spielt es keine Rolle, ob höhere Gewalt im Spiel ist und ein Fünftel auch ohne seinen Willen plötzlich weg wäre.

Die Wahrheit dieses Statements hat sich uns allen im letzten Jahr schmerzhaft gezeigt. Es stand kurz vor knapp, dass diese Band aufgrund der Ereignisse Geschichte gewesen wäre. Machen wir es kurz - es ist nicht so gekommen, und das ist alleine der Kraft eines Menschen geschuldet, der in diesem Jahr mehr Eier bewiesen hat, als es nötig sein sollte.

Wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass wir nicht unbedingt jedes Jahr 50 Gigs mehr spielen müssen, um das was uns bewegt, das was wir so lieben leben zu lassen. Wir müssen uns nicht beweisen, dass das, was wir da haben gut, sehr gut ist. Viel zu viele, im Grunde sogar die meisten von den Musikern, den Bands, die einmal mit uns angefangen haben, gibt es heute nur noch als Erinnerung. Wir hingegen haben irgendwann beschlossen, dass es uns aus einem guten Grund gibt. Und dieser Grund sind wir fünf. Dieser Grund sind die Songs, die uns zufliegen. Dieser Grund sind die Menschen, denen diese Songs etwas bedeuten.

Etwas, das es für uns besonders wertvoll macht ist, dass wir lebendig sind. Wir sind relativ klein, wir sind relativ unbekannt, wir sind definitiv Underground. Wir sind aber im Gegensatz dazu auch völlig (!) unabhängig, wir sind auch stolz, wir sind vor allem allesamt Fans von guter Musik, und wir sind damit in erster Linie künstlerisch eins: glücklich! Und wir haben Bock!

Das letzte Jahr hat einfach mal wieder gezeigt, dass nichts, nichts, nichts, nichts, nichts, wirklich planbar ist. Im Grunde eine dieser schmerzhaften, aber heilsamen Lektionen, die einem wieder zeigen, was wichtig ist. Wenn dies denn nötig wäre. Denn wir wissen was uns wichtig ist. Aber im Vergleich zu dem was Menschen zustoßen kann, ist diese Band, so sehr ich sie auch liebe, eben einfach scheißegal.

Und so stehen wir hier - April 2015 - und werden am 16. Mai unser erstes Konzert seit über einem Jahr spielen. Und es fühlt sich so unsagbar gut und richtig und - jetzt zitiere ich sogar Frau Merkel -  alternativlos an.

Im Grunde wollte ich hier nur einmal mehr sagen: danke! Danke, dass ich dieses Glück habe, Teil dieser Band zu sein! 

Und ja: wir sind jetzt unsterblich, denke ich. Wir werden so lange da sein, wie es sein soll. Und es war jeden Meter, jede Sekunde wert!

Ich - ganz persönlich - bin sehr glücklich!
Und obschon wir fünf unfassbar unterschiedliche Menschen sind, mit fünf unfassbar unterschiedlichen politischen Ansichten, musikalische unfassbar unterschiedlichen Geschmäckern - oder gerade deswegen (?) - will ich, dass wir noch ganz lange da sind, viele Meter, viele Sekunden!










Freitag, 10. April 2015

Unser Phoenix-Gig!

































Am 16. Mai 2015 hat das Warten ein Ende. Wir sind zurück nach langer, viel zu langer Pause!
Zusammen mit 10POINTS5, DOC HP und LORDS OF BOOM spielen wir im Wittener TREFF an der WerkStadt beim "Metal For Mercy".

Geboten wird - entgegen des metallischen Titels - neben unserem Progressive Alternative Rock auch No Fi Punk, Deutschrock und Alternative Rock.

Einlass ist 18:30 Uhr - los geht`s um 19:00 Uhr. Eintritt schmale 5,-.

Wir reuen uns auf Euch!
Eure freundlichen PORTERs von nebenan.

Dienstag, 31. März 2015

Lass gut sein

Lass gut sein.

Ein weiser Rat, zumeist final abwinkend gemeint, aber im Grunde weise.
Doch meistens steht man sich dann selbst im Weg beim wörtlichen Gutseinlassen.

Ist etwas so richtig Mist, ist es halt schwierig damit. Dann ist es jedoch zumindest verständlicher. Und genauso schwer ist es oft - obschon auf den ersten Blick ziemlich unverständlich - wenn etwas richtig gut ist, nahezu perfekt. Dann vermutet man schon mistrauisch wieder den nächsten Hammer hinter der Biegung. Dann sagt sich das auch wieder nur all zu leicht: lass mal gut sein. Obwohl es genau das wäre. Leicht. Und auch gut. Würde man es nur schaffen, Gutes verdammt noch mal gut sein zu lassen.

Ich klinge wie das gottverdammte Wort zum Sonntag, welches sich ein Mantra vorbetet, nur um die eigenen Dämonen in kleine kamingerechte Kleinholzstücke zu zertrümmern und sogleich dem Feuer zu überantworten. Und genau das ist es oft. Und ich bin sogar Optimist, durch und durch. Wie muss es da erst ... aber genau damit biege ich schon wieder verkehrt herum auf die Gedankenautobahn ab. Es ist gut. Es ist verdammt noch mal alles gut.

Lass gut sein, vielleicht sollte ich genau das viel öfter tun.

Montag, 23. März 2015

Abseits ist, wenn der Teufel fliegen frisst

Nur weil man die Absicht hat eine Wanze auf die Mauer zu legen, lauert man noch lange nicht darauf, den anderen in die selbstgegrabene Grube zu folgen. Vielmehr ruft man nahezu täglich in Wälder, die einem auch die andere Wange hinhalten, nur um es einem mit barer Münze zurück zahlen. Aber, wie man sich bettet, so kommt - guter, teurer, Rat auch dem dümmsten Bauern zu Gute. Drum prüfe, wer sich ewig eigen lobt, auf dass er zwar nicht Rom an einem Tag erbauen, jedoch auch einmal als Meister vom Himmel fallen kann. Immerhin ist aller Tage Abend auch aller Laster Anfang.


Und auch sonst bin ich ein großer Anhänger der universellen Weisheit von Sprichwörtern. 



Mittwoch, 4. März 2015

Habe die Barriehre.

Die komplette Welt ist getrennt in drinnen und draußen.
Ist das nicht irre.

Vor allem: eben war ich noch draußen und jetzt bin ich dennoch drinnen.
Ist das nicht verrückt?

Ich habe also mal eben eine Barriere überwunden, die die gesamte Welt trennt.

Eben habe ich versucht, das meinem Hund zu erklären. Also ...

Aber Ihr - IHR versteht das, oder?

Habe die Barriehre.


Freitag, 27. Februar 2015

16 kleine Zeilen für Respekt

Zu voll uns`re Pfosten,
Zu leer die Betriebe,
Gehackt sind die Fressen,
Mit Sand im Getriebe.

Geblitzt all die Birnen,
Entlarvt unter Zoten,
Dem einen das Leben,
dem and`ren die Toten.

Den Schein uns`ren Heil`gen,
Der Weisheit das Leben,
Den Nazis den Finger,
Den Mut soll`s erheben.

Gegeigt all den Ärschen,
Der Marsch wird geblasen,
Steht auf für die Freiheit,
Den Fingern die Nasen. 

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Montag, 23. Februar 2015

Musik - mehr geht nicht!

Es gibt genügend Gründe Musik zu mögen, Musik zu lieben Musik zu leben, Musik zum Leben zu brauchen.

Der eine, der alles entscheidende Grund, der Ursprung, der Auslöser, der Anfang von allem - den legt ein jeder von uns selbst. Oder wird sanft darauf gestoßen. Zumeist unterstützt von pubertären Erlebnissen ganz gleich welcher Art -  alles ist wichtig, wenn Du 14 bist!

Der Grund ist nicht selten ein Konzert. Ein den ganzen Körper - Herz, Bauch und Kopf - erfassendes Erlebnis. Und dabei ist es im Grunde genommen egal, welcher Art der Künstler ist, der einen da durchströmt - solange es nicht Florian Silbereisen* ist.

Es erfasst Dich. Es packt Dich. Es reißt Dich mit - und lässt Dich mitreißen. Und wenn das alles einigermaßen gut läuft, lässt es Dich nie wieder los. Dann bist Du besessen und gleichermaßen Besitzer.

Also verwaltet Euer vermögen mit bedacht und genießt es.

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*oder nat. Helene Fischer, Stefan Mross, Andrea Berg, Michael Wendler, Heino, Micki Krause, Andreas Gabalier, Hansi Hinterseer, Michelle, Revolverheld, Pur, Christina Bach etc. (komplette Liste bitte in einschlägigen Onlinemagazinen downloaden)


Mittwoch, 18. Februar 2015

Zylinderkopfdichtung

Ein ulkig Antlitz schält sich gar
   aus nebulösem Ungewahr.

Die Schemen zeugen hier und dort
   von einem selt geformten Ort.

Zunächst metallisch dann schon Grau,
   es ist kein Mann und keine Frau.

Es hat zwei Augen, keinen Zopf,

   sieh an, s` ist ein Zylinderkopf.


Sonntag, 15. Februar 2015

Pofalla Gaburt - die Geschichte zum Weinen (Bibeltext)

Aus Markus 2 (neue Übersetzung)

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Volke ausging, dass alle Könige und sonstigen Herrscher - egal wie unfähig er auch sein mochte - geschätzt würden.
Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Angela Landpfleger von Deutschland war.
Und jeder König und sonstige Herrscher - egal wie unfähig er auch sein mochte - ging, dass er sich
schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.
Da machte sich auch Ronald Pofalla - egal wie unfähig er auch sein mag - auf aus Nordrhein
Westfalen, aus der Stadt Weeze, in das Berliner Land zur Stadt Berlin, die da heißt - ja doch - Berlin, darum dass er ehedem und warum auch immer von dem Kabinette Merkel II war,
auf das er sich schätzen ließe mit der CDU, seinem vertrauten Weibe, die ward unheilschwanger.
Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie noch mehr misslich Ding gebären sollte.
Und sie gebar ihre nächste Tochter, eine verbale Entgleisung, und wickelte sie in Windeln und legte sie in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum im Kanzleramt.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
Und siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet Euch nicht aber, ich kann Eure Fressen nicht mehr sehen! Dennoch, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Pofalla - egal wie unfähig er auch sein mag -, der Entgleisende, in der Stadt Angelas.
12 Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Ding in graues Anzugleinen gewickelt und in einer Krippe schimpfend.
13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
14 Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und Pofalla ein Wohlgefallen.
15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen gen Berlinehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat.
16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Pofalla und seine Entgleisung, dazu einen Riesenscheck von der Deutschen Bahn in der Krippe liegend.
17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von dieser Entgleisung gesagt war.
18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.
19  Pofalla - egal wie unfähig er auch sein mag - aber behielt alle diese Worte - und den Scheck - und bewegte sie in seinem Herzen.
20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
21 Und da acht Tage um waren, dass Pofalla - egal wie unfähig er auch sein mag - beschnitten würde, da ward sein Name genannt Achduheiligebimbahn, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn empfangen ward.
22 Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mammons kamen, brachten sie ihn gen Berlinehem, auf dass sie ihn darstellten dem HERRN
23 (wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des HERRN: "Allerlei Männliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem HERRN geheiligt heißen") (Anm. des Verf.: Dieses Ding von wegen männlich und so, steht nicht ganz umsonst im Klammern)
24 und dass sie gäben das Opfer, wie es gesagt ist im Gesetz des HERRN: "Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben - oder wenigstens eine Überwachungs- und Spionageaffaire ."
28 da nahm irgendwer ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:
29 HERR, nun läßt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast;
30 denn meine Augen haben Deinen Vertrag gesehen,
31 welchen du bereitest (und selbstverschändlich unterschrieben) hast vor allen Völkern,
32 ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Deutschland.
33 Und seine Frau und seine Mutter wunderten sich gar nicht so dolle des, dass von ihm geredet ward.
34 Und jemand segnete sie alle zusammen und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Deutschland und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
35 (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf dass vieler Herzen Gedanken offenbar werden.
40 Aber das Pofalla - egal wie unfähig es auch sein mag - wuchs und ward stark im Konto, voller Verschlagenheit, und Grubes Gnade war bei ihm.
41 Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Berlinehem auf das Osterfest - gsuffa.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so neh`m sie auch noch heute 
- egal wie unfähig sie auch sein mögen











(Bildquelle: Wikipedia)

Dienstag, 3. Februar 2015

50 Shades Of Gassi

Es gibt unzählige Möglichkeiten mit seinem Hund spazieren zu gehen.
Lang, kurz, gediegen, normal, öde, spannend, anstrengend, entspannend, sportlich oder chillend. Wenn ich persönlich genug Zeit habe, bevorzuge ich natürlich die ausgiebigen Touren, die – wenn möglich – neue Wege erkunden und andere in neue Zusammenhänge setzen. So etwas ist im Urlaub natürlich weitaus einfacher, als im Alltag.
Ja, ich habe einen neuen Blog im Portfolio:
Hier werden sich - einigermaßen ironiefrei - einige Beispielrouten sammeln. Alltag und Urlaub betreffend. Das passiert logischerweise sukzessiv, daher fangen wir doch einfach erst einmal an.

HIER findet Ihr den ersten Beitrag "Vom Pustenberg zum Oefterbach" in Essen.

Grüße vom Markus
aka @derherrgott









Montag, 26. Januar 2015

Hänseln kommt vorm Greteln - was meinen Sie?

Hänseln kommt vorm Greteln!

Was zunächst lustig klingt, ist vergenderter ernst.

Bedeutet dies, dass Hänsel der Gretel ob seiner vorstelligen Nennung vorgezogen, also bevorzugt wird? Nun gibt es so einige die da aufgrund dieser Feststellung fordern, dass man Hänsel wegen dieser offenkundiger Frauenfeindlichkeit schlicht aus dem bekannten Märchen entfernen sollte. Ist ein Mann namens Hänsel also gar qua Geburt seiner eventuellen Schwester namens Gretel im Vorteil? Diese Frage wird man doch wohl noch stellen dürfen.

Andere Stimmen sehen es genau anders herum. Hänsel sei aufgrund der negativen und stets mitschwingenden Konnotation seines Namens in Folge seiner Verwendung im Alltag bereits genug gestraft und Gretel käme - gepuffert durch Hänsels Erstgenanntheit - zu gut weg. Folgerichtig müsse Gretel entweder nach vorne gestellt, eventuell sogar ganz entfernt oder wenigstens ein Tiefdruckgebiet nach ihr benannt werden.

Ich gestehe, ich bin noch unschlüssig - wie sehen Sie das?


Sonntag, 25. Januar 2015

Rote Fäden und ihr Wert für eine polychrome Gesellschaft

Der rote Faden ist ein oft als spießig empfunden Ding. 
Doch im Grunde seines Seins hilft er doch zumeist.

Was wie eine (hier falsch vermutete) Verneinung des Zufalls klingen mag, ist die simple Erkenntnis, dass Signalfarben ihren Namen stets zu recht tragen.

Wenn einem der rote Faden fehlt, ist es oftmals viel näher zur roten Linie. Und zwar hin zu jener, von deren Existenz man eventuell nicht einmal die Kenntnis hatte. Nicht die rote Linie eines Obama, nicht die einer Merkel. Die rote Linie eines jeden selbst.

Rote Linien sind absolut subjektive Grenzen, die - mal Konsens, mal Selbstschutz, auch mal Egoismus oder Willkür - ein Terrain abstecken, dessen geografische Grenzen keine Karten kennt. Es ist eine rein emotionale Trennung der eigenen Akzeptanz hin zu jenem vagen Ort, an den wir uns zu begeben nur schwer bewaffnet wagen.

Sind wir erst einmal so weit, der Mobilmachung nicht mehr ausweichen zu können, um unser Gesicht nicht zu verlieren, also auf die rote Linie zu marschieren zu müssen, weil wir sie dummerweise in einem Anflug mangelnden roten Fadens so fest gelegt haben, wird roter Alarm ausgelöst.

Im Grunde ist es jetzt bereits zu spät und es wird unweigerlich Alarmstufe Rot ausgelöst: wir sehen Rot.

Ein simpler Wert, jenseits der mathematischen Auffassung dieses Wortes, hätte eventuell das monochrome Farbenspiel verhindern können. Aber hey - rote Fäden sind ja spießig




Montag, 19. Januar 2015

Unkenntnis schützt vor Dummheit nicht

Feindlichkeit.

Dieses Teilwort steht inzwischen doch wirklich überall.

Da gibt es Fremdenfeindlichkeit. Ein Wort, das wenige ehrlicher Zunge aussprechen, doch viele, deren tun es beschreibt. Da gibt es Islamfeindlichkeit. Zumeist ausgesprochen von Menschen, die keinen Schimmer haben, was der Islam überhaupt sein soll. Es gibt beinahe so viele Feindlichkeiten, wie Ismen. Ismen sind die Endung von beinahe allem Schönen. Gut, den Optimismus einmal ausgenommen.

Feindlichkeit.

Keines dieser schönen Worte, die es zur Genüge gibt. Feindlichkeit sagt im Grunde schon alles aus, was die Träger dieses Begriffes auf ihren im Durchschnitt (ein wundervolles, beschreibendes Wort) arg pathetisch wehenden Fahnen vor sich herschieben. Ein Wort, das die klare Luft, jene, die das Atmen ermöglicht verdrängt, vergiftet.

Jemandes Feind sein ist im Grunde erst einmal nichts Schlimmes. Positionen erden ja auch. Lassen einen einen ideellen Ort bewohnen, eine Basis schaffen für das eigene Denken, das eigene Empfinden und Handeln. Wenn aber die feindlichen Gesinnungen die Überhand gewinnen gegen die freundlichen, hat man ein Problem. Und zwar mit anderen. Ich weiß, nicht jedem ist es gegeben, Freude zu empfinden, Glück wahr zu nehmen, sein Sein als etwas Schönes zu begreifen. Und ich weiß auch, welch großes Glück es ist, dass ich es kann. Aber wenn man sich nur noch von Feinden umgeben wähnt, ist es eventuell an der Zeit, sich selbst in Frage zu stellen.

Feindlichkeit.

Ja, stimmt, man kann sich ja auch immer noch gegen etwas wenden. Am Besten im Kreise derer, die bereits über ein ausgeprägtes, wohl formuliertes Feindbild verfügen, das dem eigenen Ekelbedürfnis am Nächsten kommt. Wenn man es kann. Wenn die Messlatte des eigenen Anspruchs bereits so tief liegt, dass man sie bequem unterlaufen kann.

Wenn man seinen eigenen Ekel soweit zurück drängt, dass man die Ideale der anderen als seine eigenen begreifen kann. Wenn man sich dann am Ende doch irgendwie selbst verleugnet.

Und: Es ist so unsagbar einfach gegen etwas zu sein.

Wie viel mehr Energie kostet es doch, für etwas zu sein. Einen positiven Gegenentwurf zu präsentieren gegen jenes Übel, das man doch als so unertragbar empfindet.

Feindlichkeit.

Klingt - spätestens beim 4. Mal so tumb, wie es im Grunde immer ist. Daher gilt eben auch: es ist keine Ausrede, nicht zu wissen, welche Worte dieses Teilwort in oftmals bösartiger Art ergänzt.  

Unkenntnis schützt vor Dummheit nicht. 






Mittwoch, 14. Januar 2015

Nathan Gray, von Wölfen und baptistischen Riten - die erste Solo EP

Ich bin leider immer so unendlich erwartungsvoll, wenn es um meine Helden geht.


Besonders, wenn es um die Helden geht, die ich schon lange auf den Schild hebe und deren Werk mir, jenseits von einer guten Zeit und cooler Musik, WIRKLICH etwas bedeutet! Und wie bereits bei der BOYSETSFIRE-Reunion und den unfassbar genialen, letztjährigen Geburtstagskonzerten, hält Nathan Gray hier alles, was das Fanherz erwartet. 



Ich bin mittlerweile 43 Jahre alt und an Nathan Gray, an BOYSETSFIRE und auch an I AM HERESY spüre ich immer wieder, was es bedeutet, ein Fan zu sein! Ich liebe diese kleine, 4 Song umfassende Scheibe jetzt schon, und entgegen so vieler Meinungen finde ich nicht, dass sich dieses Material grundsätzlich von den beiden Hauptbands unterscheidet. Klar, stilistisch drängeln sich hier Indie, Postrock, Ambient und Electronic ganz klar vor den wundervollen Hardcore und den scharfen Metal. Aber: waren es nicht auch bei BOYSETSFIRE schon immer die Momente der Ruhe, der Zerbrechlichkeit, der Melancholie, die die brutalen Passagen erst ermöglicht haben? 

Vielmehr sind es die Stimme, die Melodie, der Text von Nathan Gray, die alles zusammen halten, es zu etwas Besonderem machen! 5 Sterne für eine tolle EP, der bitte, bitte ganz viele Songs nachfolgen mögen!

Sphärisch, dicht, intim, zum die Tränen in die Augen treiben - vor Glück! Danke!



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Listen to Nthn Gry